Massive Angst überwinden

Massive Angst überwinden

Massive Angst überwinden: Wie Laborwerte der erste Schritt aus der Verzweiflung sind

"Ich habe nicht mehr aus und ein gewusst" - Die Geschichte einer Frau, die durch ganzheitliche Behandlung von lähmender Angst zu Selbstbewusstsein fand

"Ich habe nicht mehr aus und ein gewusst. Ich war einfach verzweifelt. Ich habe gemerkt, irgendwas stimmt nicht. Ich brauche jetzt ganz dringend Hilfe." Diese Worte einer Patientin mit massiven Ängsten zeigen den Tiefpunkt – und gleichzeitig den Wendepunkt. Heute, Monate später, sitzt sie vor der Kamera und sagt: "Jetzt geht es mir gut und ich bin selbstbewusster geworden und habe jetzt ein Ziel vor Augen."

Was geschah dazwischen? Nicht nur Psychotherapie. Sondern zuerst: Laborwerte. "Alles, was man denkt, hat mir gefehlt. Stoffwechselstörungen." Als Fachärztin für psychosomatische Medizin zeige ich in diesem Artikel, warum die biologische Basis bei Angststörungen so oft übersehen wird – und wie sie der Schlüssel zur Heilung sein kann.

Der Tiefpunkt – Wenn Verzweiflung der Wendepunkt wird

"Ich habe nicht mehr aus und ein gewusst"

Massive Ängste.

Nicht nur "ein bisschen nervös vor wichtigen Terminen". Nicht nur "unsicher in sozialen Situationen".

Sondern: Paralysierende, lähmende Angst.

"Ich habe nicht mehr aus und ein gewusst. Ich war einfach verzweifelt."

Was bedeutet "nicht mehr aus und ein wissen"?

Es bedeutet:

  • Nicht mehr unterscheiden können zwischen realer und eingebildeter Gefahr
  • Jeden Morgen mit Angst aufwachen
  • Nicht wissen, wie man den Tag bewältigen soll
  • Sich gefangen fühlen in einem Zustand permanenter Bedrohung
  • Die Orientierung verlieren

Das ist mehr als Stress. Das ist Verzweiflung.

Der Moment, in dem man Hilfe sucht

"Ich habe gemerkt, irgendwas stimmt nicht. Ich brauche jetzt ganz dringend Hilfe."

Die Erkenntnis: "Ich schaffe das nicht mehr alleine."

Für viele Menschen mit Angststörungen ist das der schwerste Moment.

Warum?

  1. Scham "Andere schaffen das doch auch. Was ist falsch mit mir?"
  2. Angst vor der Angst "Was, wenn ich zum Therapeuten gehe und die Angst noch schlimmer wird?"
  3. Stigma "Was denken andere, wenn sie erfahren, dass ich Hilfe brauche?"
  4. Hilflosigkeit "Was, wenn mir auch Profis nicht helfen können?"

Aber diese Patientin überwand all das:

"Dann habe ich gesucht und gesucht, bis ich dann zu Ihnen gekommen bin."

Massive Ängste auch vor dem ersten Termin

Das Beeindruckende:

Sie hatte massive Ängste – auch vor dem ersten Therapietermin.

"Neben mir sitzt nämlich wirklich jemand, der massive Ängste hatte, bevor sie kam. Richtig?"

Und sie kam trotzdem.

Das ist Mut.

Nicht: Keine Angst haben. Sondern: Trotz Angst handeln.

"Hier bin ich angekommen" – Der Moment der Ankunft

Wenn man endlich verstanden wird

"Dann habe ich gemerkt, hier bin ich angekommen und hier wird mir geholfen. So war es auch."

"Hier bin ich angekommen."

Diese vier Worte bedeuten alles:

  • Endlich verstanden werden
  • Endlich nicht mehr alleine kämpfen müssen
  • Endlich einen sicheren Ort haben
  • Endlich jemanden haben, der nicht sagt "Stell dich nicht so an"

Für Menschen mit Angststörungen ist das Gold wert.

Jahrelang hören sie:

  • "Das ist doch nicht so schlimm"
  • "Andere haben größere Probleme"
  • "Du musst dich nur zusammenreißen"
  • "Das bildest du dir ein"

Und dann einen Ort finden, wo man sagen kann: "Ich habe massive Ängste" – und die Antwort ist: "Ich verstehe. Ich helfe dir."

Heilung ist nicht linear – "Mit ein paar Krisen"

Die Realität:

"Mit ein paar Krisen. Das stimmt. Ja, das ist nicht immer nur ein Auf. Das ist auch ein Ab. Ein kleines bisschen wieder ab."

Das muss gesagt werden.

Heilung bei Angststörungen ist nicht: → Gerade nach oben → Jeden Tag besser → Ohne Rückschläge → Linear und vorhersehbar

Heilung ist: → Zwei Schritte vor, einen zurück → Manchmal auch drei zurück → Gute Phasen und Krisen → Aber insgesamt: nach oben

"Mit ein paar Krisen" – das ist normal. Das ist nicht Versagen. Das ist der Heilungsweg.

Der überraschende erste Schritt – Laborwerte bei Angst

"Labor? Ja auf jeden Fall."

Auf meine Frage, was am meisten geholfen hat, kam die Antwort sofort:

"Labor? Ja auf jeden Fall."

Nicht Psychotherapie als erstes. Nicht Medikamente. Sondern: Laborwerte.

Ihre Entdeckung:

"Durch die Laborwerte habe ich dann – etliches hat mir gefehlt. Stoffwechselstörungen. Alles, was man denkt, hat mir gefehlt."

"Alles hat mir gefehlt."

Was "alles hat mir gefehlt" bedeutet

Bei dieser Patientin fanden wir:

Vitamin D-Mangel:

  • Wichtig für Serotonin-Produktion
  • Bei Mangel: Erhöhte Angst, Depression
  • Oft unter 20 ng/ml bei massiver Angst

Mineralstoffmängel:

  • Magnesium: Beruhigt Nervensystem
  • Zink: Neurotransmitter-Balance
  • Eisen: Energie und Sauerstoff

Stoffwechselstörungen:

  • Schilddrüse (kann Panikattacken auslösen)
  • Blutzucker-Instabilität
  • Hormonelle Dysregulation

"Alles, was man denkt, hat mir gefehlt."

Und all das verstärkt Angst. Massiv.

Warum Laborwerte bei Angst so oft übersehen werden

Das Problem im Gesundheitssystem:

Patient kommt mit massiver Angst: → Diagnose: Angststörung → Behandlung: Antidepressiva oder Benzodiazepine → Optional: Psychotherapie-Überweisung

Was fehlt: Die biologische Diagnostik.

Niemand fragt:

  • Wie sind Ihre Vitamin D-Werte?
  • Haben Sie Mineralstoffmängel?
  • Wie funktioniert Ihre Schilddrüse?
  • Wie sind Ihre Hormone?

Dabei kann genau das der Grund für die Angst sein.

"Aus der Tiefe rausholen" – Die biologische Basis gegen Angst

Mein Ansatz bei Angststörungen

"Am Anfang haben wir sie aus der Tiefe raufgeholt. Wir machen ja erst einmal ein bisschen Labor. Das ist so der erste Zugang, der auf jeden Fall hilft, kräftiger zu werden, so mehr Präsenz zu entwickeln."

"Aus der Tiefe rausholen."

Das bedeutet:

  • Den Körper stabilisieren
  • Mängel ausgleichen
  • Energie zurückgewinnen
  • Präsenz aufbauen

Erst dann kann Psychotherapie wirklich greifen.

Die Wissenschaft dahinter – Nährstoffe und Angst

Vitamin D und Angststörungen

Die Forschung zeigt:

  • Vitamin D ist essenziell für Serotonin-Synthese
  • Serotonin reguliert Angst
  • Niedrige Vitamin D-Werte korrelieren mit höherer Angst
  • Supplementierung kann Angstsymptome signifikant reduzieren

Optimal: Über 50 ng/ml für neurologische Gesundheit

Magnesium – Das Anti-Stress-Mineral

Wirkung:

  • Beruhigt das Nervensystem
  • Blockiert NMDA-Rezeptoren (reduziert Übererregung)
  • Aktiviert GABA-Rezeptoren (beruhigender Neurotransmitter)

Bei Mangel:

  • Übererregbarkeit
  • Muskelzittern
  • Panikattacken möglich

Schilddrüse und Angst

Hyperthyreose (Überfunktion):

  • Herzrasen
  • Innere Unruhe
  • Kann Panikattacken auslösen

Hypothyreose (Unterfunktion):

  • Erschöpfung
  • Depression
  • Kann Angst verstärken

Beides wird oft übersehen.

Präsenz entwickeln, um Angst zu überwinden

"Und gerade wenn man Angst hat, muss man ja auch ein bisschen Präsenz für sich haben, um die Angst zu überwinden."

Was ist Präsenz?

Präsenz bedeutet:

  • Im Körper sein (nicht nur im Angstkopf)
  • Kraft spüren
  • Handlungsfähig sein
  • Im Hier und Jetzt verankert sein
  • Nicht dissoziiert oder erstarrt

Ohne Präsenz: → Angst überwältigt → Man fühlt sich ohnmächtig → Man dissoziiert → Man kann nicht handeln

Mit Präsenz: → Man spürt den Boden unter den Füßen → Man kann atmen → Man kann die Angst durchstehen → Man ist nicht hilflos

Aber man kann keine Präsenz entwickeln, wenn:

  • Vitamin D fehlt (Energie fehlt)
  • Magnesium fehlt (Nervensystem überreizt)
  • Schilddrüse dysfunktional (Körper im Chaos)
  • Eisen fehlt (Sauerstoff fehlt)

Deshalb: Erst biologische Basis. Dann Psychotherapie.

Die Transformation – Von Verzweiflung zu Selbstbewusstsein

H3: "Jetzt geht es mir gut und ich bin selbstbewusster geworden"

Vorher: "Ich habe nicht mehr aus und ein gewusst. Ich war einfach verzweifelt."

Heute: "Jetzt habe ich das alles und jetzt geht es mir gut und ich bin selbstbewusster geworden und habe jetzt ein Ziel vor Augen."

Von Verzweiflung zu Zielen.

Das ist die Transformation.

Was hat sich verändert?

Körperlich:

  • Laborwerte korrigiert
  • Mehr Energie
  • Mehr Stabilität

Mental:

  • Selbstbewusstsein entwickelt
  • Präsenz aufgebaut
  • Handlungsfähigkeit zurückgewonnen

Emotional:

  • Hoffnung statt Verzweiflung
  • Ziele statt Orientierungslosigkeit
  • Leben statt nur Überleben

"Immer noch ein wenig Ängste" – Die realistische Perspektive

Und sie ist mutig genug zu sagen:

"Ich habe jetzt bestimmt irgendwo immer noch ein wenig so Ängste in mir. Ich freue mich trotzdem. Ich bin voll happy."

Das ist so wichtig:

Heilung bei Angst bedeutet NICHT:

  • Nie wieder Angst haben
  • Perfekt sein
  • Immer mutig sein

Heilung bedeutet:

  • Trotz Angst leben
  • Trotz Angst glücklich sein
  • Die Angst nicht mehr die Kontrolle haben lassen

"Ich bin voll happy."

Mit ein wenig Ängsten noch da. Aber glücklich.

Das ist die realistische, erreichbare Heilung.

Ihre Botschaft – "Wartet nicht so lang"

Die drei wichtigsten Sätze für alle Betroffenen

"Also ich würde jeden da draußen ans Herz legen:

1. "Wartet nicht so lang."

Wie viele warten Jahre, bis sie "nicht mehr aus und ein wissen"?

Wie viel Lebenszeit geht verloren?

Je früher du Hilfe suchst, desto weniger leidest du.

2. "Lasst euch helfen, schämt euch nicht."

Scham ist der unsichtbare Gefängniswärter.

Sie hält so viele davon ab, Hilfe zu suchen.

"Ich sollte das alleine schaffen." "Was denken die anderen?" "Ich bin schwach, wenn ich Hilfe brauche."

Nein.

Hilfe zu suchen ist Stärke. Nicht Schwäche.

3. "Ihr braucht auch keine Angst haben."

Von jemandem, der massive Ängste hatte. Der Angst vor dem ersten Termin hatte. Und trotzdem kam.

"Ihr braucht auch keine Angst haben."

Und heute: "Wenn es euch gut geht, dann spürt ihr das. Das kann ich euch nur gut zureden."

Warum sie vor die Kamera geht

Sie hatte massive Ängste, überhaupt zur Therapie zu kommen.

Heute geht sie vor die Kamera.

Öffentlich.

Warum?

Um anderen Mut zu machen.

"Ich würde jeden da draußen ans Herz legen..."

Sie weiß, dass da draußen Menschen sind, die gerade "nicht mehr aus und ein wissen".

Die sich schämen. Die Angst haben. Die warten.

Und sie will ihnen sagen: Es lohnt sich.

Praktische Schritte – Was du tun kannst

Wenn du massive Ängste hast

Schritt 1: Erkenne den Wendepunkt

"Ich habe nicht mehr aus und ein gewusst" – das ist oft der Moment, wo Veränderung möglich wird.

Verzweiflung kann der Wendepunkt sein.

Schritt 2: Prüfe deine Laborwerte

Essenzielle Tests bei Angst:

  • Vitamin D (Ziel: über 50 ng/ml)
  • Magnesium (Vollblut, nicht Serum)
  • Zink
  • Eisen, Ferritin
  • Schilddrüse (TSH, fT3, fT4, Antikörper)
  • Vitamin B12
  • Folsäure
  • Bei Frauen: Hormone (Östrogen, Progesteron, Testosteron)

Schritt 3: Optimiere die Mängel

Nicht irgendwie. Sondern gezielt, hochdosiert, kontrolliert.

Schritt 4: Baue Präsenz auf

  • Atemübungen
  • Körperwahrnehmung
  • Erdungsübungen
  • Bewegung

Schritt 5: Suche professionelle Hilfe

Psychotherapie wirkt besser, wenn die biologische Basis stimmt.

Für Angehörige und Führungskräfte

  1. Glaubt, wenn jemand sagt: "Ich habe massive Ängste"

Nicht verharmlosen. Nicht sagen "Ist doch nicht so schlimm."

  1. Fördert ganzheitliche Diagnostik

Nicht nur "hier sind Tabletten", sondern "schauen wir, was deinem Körper fehlt".

  1. Schafft psychologische Sicherheit

Damit Menschen sagen können: "Ich brauche Hilfe" ohne Scham.

  1. Versteht: Heilung ist nicht linear

"Mit ein paar Krisen" – das ist normal.

  1. Feiert Fortschritte

Von "nicht mehr aus und ein wissen" zu "ein Ziel vor Augen" – das ist riesig.

Fazit – Die biologische Basis nicht vergessen

Diese Patientin zeigt:

Massive Angst kann überwunden werden.

Nicht über Nacht. Nicht ohne Krisen. Aber sie kann überwunden werden.

Die Schritte:

  1. Mut haben – Trotz Angst Hilfe suchen
  2. Laborwerte testen – "Alles hat mir gefehlt"
  3. Biologische Basis stabilisieren – "Aus der Tiefe rausholen"
  4. Präsenz aufbauen – "Um die Angst zu überwinden"
  5. Geduld haben – "Nicht immer nur ein Auf"
  6. Dranbleiben – "Mit ein paar Krisen"

Das Ergebnis:

"Jetzt geht es mir gut und ich bin selbstbewusster geworden und habe jetzt ein Ziel vor Augen."

Ihre Botschaft:

"Wartet nicht so lang, lasst euch helfen, schämt euch nicht, ihr braucht auch keine Angst haben."

Von jemandem, der es weiß. Von jemandem, der den Weg gegangen ist. Von jemandem, der heute sagt: "Ich bin voll happy."


💡 Kostenlose Masterclass: Lerne mehr über den ganzheitlichen Ansatz bei Angst – welche Laborwerte wichtig sind und wie du Präsenz gegen Angst aufbaust. https://www.isabittel.com/masterclass/ 

Hilfe in Krisen:

  • Telefonseelsorge: 0800-1110111 oder 0800-1110222 (24/7, kostenfrei)
  • Krisenchat (für junge Menschen): krisenchat.de
  • Nummer gegen Kummer: 116 111
  • Online-Beratung: deutsche-depressionshilfe.de

 


ÜBER DIE AUTORIN

Autor

Dr. med. Dipl. Päd. Isa Bittel

Dr. Isa Bittel ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In vier Jahrzehnten hat sie einen einzigartigen ganzheitlichen Ansatz entwickelt, der psychosomatische Grundversorgung mit präzisen Laboruntersuchungen und gezielten Unterstützungsmaßnahmen kombiniert.

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Dr. Isa Bittel

Fachärztin für Psychosomatische

Medizin und Psychotherapie