"Ich habe nicht mehr aus und ein gewusst. Ich war einfach verzweifelt. Ich habe gemerkt, irgendwas stimmt nicht. Ich brauche jetzt ganz dringend Hilfe." Diese Worte einer Patientin mit massiven Ängsten zeigen den Tiefpunkt – und gleichzeitig den Wendepunkt. Heute, Monate später, sitzt sie vor der Kamera und sagt: "Jetzt geht es mir gut und ich bin selbstbewusster geworden und habe jetzt ein Ziel vor Augen."
Was geschah dazwischen? Nicht nur Psychotherapie. Sondern zuerst: Laborwerte. "Alles, was man denkt, hat mir gefehlt. Stoffwechselstörungen." Als Fachärztin für psychosomatische Medizin zeige ich in diesem Artikel, warum die biologische Basis bei Angststörungen so oft übersehen wird – und wie sie der Schlüssel zur Heilung sein kann.
Massive Ängste.
Nicht nur "ein bisschen nervös vor wichtigen Terminen". Nicht nur "unsicher in sozialen Situationen".
Sondern: Paralysierende, lähmende Angst.
"Ich habe nicht mehr aus und ein gewusst. Ich war einfach verzweifelt."
Was bedeutet "nicht mehr aus und ein wissen"?
Es bedeutet:
Das ist mehr als Stress. Das ist Verzweiflung.
"Ich habe gemerkt, irgendwas stimmt nicht. Ich brauche jetzt ganz dringend Hilfe."
Die Erkenntnis: "Ich schaffe das nicht mehr alleine."
Für viele Menschen mit Angststörungen ist das der schwerste Moment.
Warum?
Aber diese Patientin überwand all das:
"Dann habe ich gesucht und gesucht, bis ich dann zu Ihnen gekommen bin."
Das Beeindruckende:
Sie hatte massive Ängste – auch vor dem ersten Therapietermin.
"Neben mir sitzt nämlich wirklich jemand, der massive Ängste hatte, bevor sie kam. Richtig?"
Und sie kam trotzdem.
Das ist Mut.
Nicht: Keine Angst haben. Sondern: Trotz Angst handeln.
"Dann habe ich gemerkt, hier bin ich angekommen und hier wird mir geholfen. So war es auch."
"Hier bin ich angekommen."
Diese vier Worte bedeuten alles:
Für Menschen mit Angststörungen ist das Gold wert.
Jahrelang hören sie:
Und dann einen Ort finden, wo man sagen kann: "Ich habe massive Ängste" – und die Antwort ist: "Ich verstehe. Ich helfe dir."
Die Realität:
"Mit ein paar Krisen. Das stimmt. Ja, das ist nicht immer nur ein Auf. Das ist auch ein Ab. Ein kleines bisschen wieder ab."
Das muss gesagt werden.
Heilung bei Angststörungen ist nicht: → Gerade nach oben → Jeden Tag besser → Ohne Rückschläge → Linear und vorhersehbar
Heilung ist: → Zwei Schritte vor, einen zurück → Manchmal auch drei zurück → Gute Phasen und Krisen → Aber insgesamt: nach oben
"Mit ein paar Krisen" – das ist normal. Das ist nicht Versagen. Das ist der Heilungsweg.
Auf meine Frage, was am meisten geholfen hat, kam die Antwort sofort:
"Labor? Ja auf jeden Fall."
Nicht Psychotherapie als erstes. Nicht Medikamente. Sondern: Laborwerte.
Ihre Entdeckung:
"Durch die Laborwerte habe ich dann – etliches hat mir gefehlt. Stoffwechselstörungen. Alles, was man denkt, hat mir gefehlt."
"Alles hat mir gefehlt."
Bei dieser Patientin fanden wir:
Vitamin D-Mangel:
Mineralstoffmängel:
Stoffwechselstörungen:
"Alles, was man denkt, hat mir gefehlt."
Und all das verstärkt Angst. Massiv.
Das Problem im Gesundheitssystem:
Patient kommt mit massiver Angst: → Diagnose: Angststörung → Behandlung: Antidepressiva oder Benzodiazepine → Optional: Psychotherapie-Überweisung
Was fehlt: Die biologische Diagnostik.
Niemand fragt:
Dabei kann genau das der Grund für die Angst sein.
"Am Anfang haben wir sie aus der Tiefe raufgeholt. Wir machen ja erst einmal ein bisschen Labor. Das ist so der erste Zugang, der auf jeden Fall hilft, kräftiger zu werden, so mehr Präsenz zu entwickeln."
"Aus der Tiefe rausholen."
Das bedeutet:
Erst dann kann Psychotherapie wirklich greifen.
Die Forschung zeigt:
Optimal: Über 50 ng/ml für neurologische Gesundheit
Wirkung:
Bei Mangel:
Hyperthyreose (Überfunktion):
Hypothyreose (Unterfunktion):
Beides wird oft übersehen.
"Und gerade wenn man Angst hat, muss man ja auch ein bisschen Präsenz für sich haben, um die Angst zu überwinden."
Was ist Präsenz?
Präsenz bedeutet:
Ohne Präsenz: → Angst überwältigt → Man fühlt sich ohnmächtig → Man dissoziiert → Man kann nicht handeln
Mit Präsenz: → Man spürt den Boden unter den Füßen → Man kann atmen → Man kann die Angst durchstehen → Man ist nicht hilflos
Aber man kann keine Präsenz entwickeln, wenn:
Deshalb: Erst biologische Basis. Dann Psychotherapie.
Vorher: "Ich habe nicht mehr aus und ein gewusst. Ich war einfach verzweifelt."
Heute: "Jetzt habe ich das alles und jetzt geht es mir gut und ich bin selbstbewusster geworden und habe jetzt ein Ziel vor Augen."
Von Verzweiflung zu Zielen.
Das ist die Transformation.
Was hat sich verändert?
Körperlich:
Mental:
Emotional:
Und sie ist mutig genug zu sagen:
"Ich habe jetzt bestimmt irgendwo immer noch ein wenig so Ängste in mir. Ich freue mich trotzdem. Ich bin voll happy."
Das ist so wichtig:
Heilung bei Angst bedeutet NICHT:
Heilung bedeutet:
"Ich bin voll happy."
Mit ein wenig Ängsten noch da. Aber glücklich.
Das ist die realistische, erreichbare Heilung.
"Also ich würde jeden da draußen ans Herz legen:
Wie viele warten Jahre, bis sie "nicht mehr aus und ein wissen"?
Wie viel Lebenszeit geht verloren?
Je früher du Hilfe suchst, desto weniger leidest du.
Scham ist der unsichtbare Gefängniswärter.
Sie hält so viele davon ab, Hilfe zu suchen.
"Ich sollte das alleine schaffen." "Was denken die anderen?" "Ich bin schwach, wenn ich Hilfe brauche."
Nein.
Hilfe zu suchen ist Stärke. Nicht Schwäche.
Von jemandem, der massive Ängste hatte. Der Angst vor dem ersten Termin hatte. Und trotzdem kam.
"Ihr braucht auch keine Angst haben."
Und heute: "Wenn es euch gut geht, dann spürt ihr das. Das kann ich euch nur gut zureden."
Sie hatte massive Ängste, überhaupt zur Therapie zu kommen.
Heute geht sie vor die Kamera.
Öffentlich.
Warum?
Um anderen Mut zu machen.
"Ich würde jeden da draußen ans Herz legen..."
Sie weiß, dass da draußen Menschen sind, die gerade "nicht mehr aus und ein wissen".
Die sich schämen. Die Angst haben. Die warten.
Und sie will ihnen sagen: Es lohnt sich.
Schritt 1: Erkenne den Wendepunkt
"Ich habe nicht mehr aus und ein gewusst" – das ist oft der Moment, wo Veränderung möglich wird.
Verzweiflung kann der Wendepunkt sein.
Schritt 2: Prüfe deine Laborwerte
Essenzielle Tests bei Angst:
Schritt 3: Optimiere die Mängel
Nicht irgendwie. Sondern gezielt, hochdosiert, kontrolliert.
Schritt 4: Baue Präsenz auf
Schritt 5: Suche professionelle Hilfe
Psychotherapie wirkt besser, wenn die biologische Basis stimmt.
Nicht verharmlosen. Nicht sagen "Ist doch nicht so schlimm."
Nicht nur "hier sind Tabletten", sondern "schauen wir, was deinem Körper fehlt".
Damit Menschen sagen können: "Ich brauche Hilfe" ohne Scham.
"Mit ein paar Krisen" – das ist normal.
Von "nicht mehr aus und ein wissen" zu "ein Ziel vor Augen" – das ist riesig.
Diese Patientin zeigt:
Massive Angst kann überwunden werden.
Nicht über Nacht. Nicht ohne Krisen. Aber sie kann überwunden werden.
Die Schritte:
Das Ergebnis:
"Jetzt geht es mir gut und ich bin selbstbewusster geworden und habe jetzt ein Ziel vor Augen."
Ihre Botschaft:
"Wartet nicht so lang, lasst euch helfen, schämt euch nicht, ihr braucht auch keine Angst haben."
Von jemandem, der es weiß. Von jemandem, der den Weg gegangen ist. Von jemandem, der heute sagt: "Ich bin voll happy."
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Hilfe in Krisen:
ÜBER DIE AUTORIN

Dr. med. Dipl. Päd. Isa Bittel
Dr. Isa Bittel ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In vier Jahrzehnten hat sie einen einzigartigen ganzheitlichen Ansatz entwickelt, der psychosomatische Grundversorgung mit präzisen Laboruntersuchungen und gezielten Unterstützungsmaßnahmen kombiniert.
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Dr. Isa Bittel
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